2017 12 Begabung"Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig." (Albert Einstein, 1879–1955)

Am Max Josef Stift fördern wir unsere besonders begabten Schülerinnen auf vielfältige Weise. Wir bieten schulinterne Förderung in Form von speziellen Wahlkursen, individuelle Beratung und gezielte Weiterleitung und Unterstützung bei der Bewerbung für schulübergreifende Förderprogramme sowie die Teilnahme an fachspezifischen Wettbewerben an. Das bayerische Bildungswesen hält dafür eine breite Palette an Maßnahmen bereit, auf die wir geeignete Schülerinnen gezielt aufmerksam machen und bei der Bewerbung begleiten: Begabtenförderung an bayerischen Schulen.

Ansprechpartnerinnen für Begabtenförderung am MJS:

OStRin Elisabeth Mock: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

OStRin Dr. Lucie Wohlgenannt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wir arbeiten in intensiver Absprache mit den OberstufenkoordinatorInnen, der Beratungslehrerin,  dem Beauftragten für Berufsorientierung und den Fachlehrkräften unserer Schule.

 

Junior-Assistent-Ensemble-Leitung - von Alexandra Andlinger Q11

Vorerst kann man sich unter dem Namen "Junior-Assistant-Ensemble-Leitung" nicht wirklich viel vorstellen. So ging es mir ca. um diese Zeit vor einem Jahr auch. Alleine bin ich in den Zug gestiegen mit dem Wissen, ich werde bald mit ungefähr 30 anderen Jugendlichen in ungefähr gleichem Alter aus ganz Bayern einen mehrtägigen Dirigierkurs in Marktoberdorf besuchen und habe nur Interesse und Vorkenntnisse aus dem Musikunterricht mitgebracht. Meine Musiklehrerin und Dirigentin hatte mich als Stimmführerin der Kontrabässe angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, mitzumachen. Also verfassten wir in letzter Minute eine wohl erfolgreiche Bewerbung.

Junior Assistant Ensembleleitung 1

Junior Assistant Ensembleleitung 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Workshop ist jedoch viel mehr als „nur“ ein Dirigierkurs. Natürlich wird einem vor allem das Dirigieren beigebracht, aber nicht nur wie man den Taktstock durch die Luft schwingt, sondern auch wie man sich überhaupt vor ein großes Orchester oder einen großen Chor stellt. Dabei lernt man, wie man die Aufmerksamkeit der SängerInnen oder SpielerInnen auf sich zieht, zum Beispiel durch die richtige Körperhaltung, durch verschiedene Gesten oder auch durch Mimik. Außerdem lernt man viel über Konzertplanung inklusive GEMA-Rechten, Programmgestaltung, Musiktheorie und Gehörbildung.
Der Workshop ist auf 3 Phasen mit jeweils 3 Tagen aufgeteilt und findet in der schön gelegenen bayerischen Musikakademie in Marktoberdorf statt. In den modern eingerichteten Übungsräumen mit Klavier und einem Konzertsaal gibt es die Möglichkeit, zusammen zu musizieren und die Mittagspause produktiv und kreativ zu gestalten. Aufgrund von Covid-19 musste die letzte Phase und damit auch die Prüfung und das Konzert abgesagt beziehungsweise verschoben werden - jetzt freue ich mich umso mehr auf die nächste Phase und darauf, die vielen netten Leute und auch Freunde wiederzusehen.

Teilnahme am Projekt "Unitag"

Die Universität München bietet hochbegabten Schülerinnen und Schülern der 11. Jahrgangsstufe (in Ausnahmefällen auch der 10. Klasse) im Sommer- und im Wintersemester den »Unitag« an, eine Maßnahme der Begabtenförderung des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.

Ziel des Projektes “Unitag“ ist es, leistungsstarken Gymnasias­tinnen und Gymnasiasten oberbayerischer Schulen, einen vertieften Einblick in unterschiedliche Wissenschaftsbereiche zu bieten. Jeden Freitag im Semester werden diese vom regulären Schulunterricht freigestellt, um speziell für sie zusammenge­stellte universitäre Lehrveranstaltungen zu besuchen. So erhalten sie individuelle Spitzenförderung, Einblicke in universitäre Fächerbereiche, Inhalte und Methoden sowie Orientierungshilfe bei der Studien-, Berufs- und Universitäts­wahl. Die Schülerinnen und Schüler bewerben sich über ihre Schulen und werden vom zuständigen Ministerialbeauftragten ausgewählt. Im Gegensatz zum Frühstudium legen die Schülerinnen und Schüler des »Unitags« zwar keine Prüfungen ab, sie erhalten jedoch in geringem Umfang ECTS-Punkte für ein späteres Studium.

Hier ein kleiner Einblick in den Unitag von einer unserer ehemaligen Schülerinnen:

2019 02 LMU Unitag Sarah Wurmer Q11Im Wintersemester 2018/19 erhielt ich, Sarah Wurmer, damalige Q11, vom Bayerischen Kultusministerium die Möglichkeit, in einer Gruppe mit 29 anderen Schülerinnen und Schülern aus Oberbayern einmal die Woche die Schulbank gegen Unihörsäle zu tauschen. Jeden Freitag besuchten wir die unterschiedlichen Fakultäten der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Eine Vielzahl an Fächern wurde uns vorgestellt. Neben allgemeinen Informationen zu den Studiengängen erhielten wir Fachvorträge und durften in riesigen Hörsälen reguläre Vorlesungen der ersten Semester miterleben.
Wir waren viel unterwegs, besuchten zum Beispiel das paläontologische Institut samt Dinosaurierskeletten und die Forschungsinstitute in Großhadern, aber natürlich auch das Hauptgebäude der LMU am Geschwister-Scholl-Platz. Extern in der Alten Pinakothek brachte uns ein Kunsthistoriker Altdorfers Alexanderschlacht näher.

Die Naturwissenschaften boten auch praxisorientierte Einblicke: In der Physik experimentierten wir zum Thema Meteorologie, mit den Geographen untersuchten wir Bodenzusammensetzungen. Chemiker zeigten uns ihre Laborarbeitsplätze und stellten mit uns Duftstoffe und Aspirin her. Ein Highlight war das biologische Praktikum in einem Labor der Genetik, bei dem wir lernten, unsere eigene DNA zu extrahieren.

Besonders spannend war es, Fächer kennenzulernen, die nicht zu den typischen Studiengängen gehören, wie zum Beispiel Sinologie. Gerade dieser Vortrag über das Studium des Herzens im Alten China gefiel mir sehr gut und bot eine neue Perspektive.

Abschließend lässt sich sagen, dass ich tolle Erfahrungen sammeln konnte und viele neue Freunde gefunden habe. Auf jeden Fall verfüge ich nun über eine bessere Vorstellung darüber, welche Studienmöglichkeiten ich nach dem Abitur habe. Ich bin sehr dankbar für diese spannende Zeit beim Unitag der LMU und freue mich schon auf mein eigenes Studium!

 

Begabtenförderung in Form von Wahlkursen

Mathe-Plus-Kurs für Schülerinnen der 7. und 8. Jahrgangsstufen (Ansprechpartner: OStRin Mock)

Um unsere Mathematik-begeisterten Schülerinnen der 7. und 8. Jahrgangsstufe zu fördern, bieten wir den Wahlunterricht „MathePlus“ an. Dort werden einerseits Knobelaufgaben gelöst, andererseits aber auch Themen aus Gebieten der Mathematik, für die im regulären Unterricht keine Zeit bleibt, besprochen; beispielsweise die Konstruktion von gotischem Maßwerk, Mathematik in der Kunst, Themen aus der Kryptographie und vieles mehr.

KluKis für Schülerinnen aus der 9. und 10. Jahrgangsstufe (Ansprechpartnerin: OStRin Mock)

Für unsere naturwissenschaftlich besonders interessierten Schülerinnen aus der 9. und 10. Jahrgangsstufe organisieren wir circa vier Exkursionen pro Schuljahr, bei denen die Schülerinnen in Forschungseinrichtungen (z.B. Max-Planck-Institut (MPI) für Biochemie, MPI für Quantenoptik, ...) Einblick in die Tätigkeit von Wissenschaftlern nehmen, mit ihnen diskutieren und häufig auch selber experimentieren können. Auch die vom TUMLab (Experimentierlabor der Technischen Universität München im Deutschen Museum; www.tumlab.de) angebotenen Praktika im Deutschen Museum werden begeistert angenommen. Auf diese Weise können wir bei den Teilnehme­rinnen das Interesse weiter stärken und richtungsweisende Impulse vermitteln

 

Begabtenförderung der Fachschaft Musik (Ansprechpartnerin: OStRin Dr. Wohlgenannt)

Der Wahlkurs Kammermusik (Leitung: StRin Sarah Steiner) richtet sich an besonders interessierte und begabte Schülerinnen, die ihre instrumentalen oder gesanglichen Fähigkeiten in kleinen Formationen erproben, mit dem Ziel der Vorbereitung gemeinsamer Konzertauftritte. Dabei werden Kompetenzen im kammermusikalischen Zusammenspiel vermittelt. Konkret sammeln die Schülerinnen Erfahrungen in der Abstimmung der Klangbalance und des Timings. Sie lernen, zwischen solistischen und begleitenden Aufgaben zu unterscheiden und diese klanglich umzusetzen. Es werden jeweils aktuelle Beiträge für Kammerkonzerte und Auftritte bei öffentlichen Veranstaltungen, z.B. im Bayerischen Landtag, vorbereitet. 

Im Wahlkurs Orchester (Leitung: OStRin Dr. Lucie Wohlgenannt) erarbeiten die Schülerinnen in voller Symphonie-Orchester-Besetzung Werke der Klassik und Filmmusik. Diese werden in den großen Schulkonzerten von dem etwa 60-70-Schülerinnen starken Ensemble zur Aufführung gebracht. Insbesondere in den Stimmführungs- und Solistinnen-Positionen leben die Schülerinnen ihr hohes instrumentales Können aus.

Der Wahlkurs Komposition (Leitung: StDin Wiltrud Rasenberger) richtet sich an besonders begabte Schülerinnen, die selbst Stücke komponieren. Sie werden dabei fachkundig unterstützt und angeleitet. Die neu komponierten Werke kommen beim Kammerkonzert "Jetztzeit" zu Gehör.

In den Kammerchor (Leitung: StDin Wiltrud Rasenberger) werden nur besonders stimmlich begabte Schülerinnen nach einer Eingangsprüfung aufgenommen. Der Chor erarbeitet Frauenchor-Werke aus allen Epochen auf höchstem Niveau, die bei den großen Schulkonzerten präsentiert werden.

Begabtenförderung Bewegungskünste

Als Stützpunktschule für Bewegungskünste bringt das Max-Josef-Stift unter der Leitung von StDin Suzann Adams die "Majostics" zum Schweben.

Begabtenförderung der Fachschaft Kunst

Kunst erleben gehen? – Hier setzt die Idee des Projekts Kunstpaten an: Es ermög-licht interessierten Schülerinnen und Schülern in ihrer Freizeit einen intensiven Kontakt mit Kunst ohne Schulnoten.
In Zusammenarbeit mit der Stiftung für künstlerisch-kulturelle Bildung art131 gestartet, umfasst das Projekt „Kunstpaten“mittlerweile vier Sparten: Bildende Kunst, Medienkunst, Film und Architektur. Zahlreiche Münchner Museen und Ausstellungen sowie die Münchner Filmhochschule öffnen ihre Türen für die Kunstpaten.
Mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler haben seit 2010/11 teilgenommen und sich an alte, neue und moderne Kunst oder sogar den eigenen Kurzfilm herangewagt. Weil sie Dank der Kunstpaten gelernt haben, Kunst sowohl im Kontext als auch auf ihre ganz eigene Art zu sehen – und darüber zu sprechen.

Betreut wird es von der Fachleiterin Kunst, Frau Fuß.

 

Für weitere Fragen wenden Sie sich gerne an OStRin Dr. Lucie Wohlgenannt und OStRin Maria-Elisabeth Mock (089 - 998435-0)