Förderunterricht am Max-Josef-Stift

Was ist FAMOS

  • Förderunterricht in den FächernDeutsch, Englisch, Französisch, Latein und Mathematik (bei Bedarf auch in Französisch und Musik)
  • in der Regel in Kleingruppen mit 2 (bis max. 3) Schülerinnen der Unter- und Mittelstufe, auch Einzelunterricht wird gerne angeboten
  • erteilt von Fachtutorinnen, d.h. Schülerinnen der Jahrgangsstufen 9 bis 12 mit sehr guten und guten Leistungen in den entsprechenden Fächern
  • betreut durch die Schule: z.B. Gesamtorganisation, Auswahl und (einfache) pädagogische Schulung der Fachtutorinnen, v.a. die Zusammenführung von Nachhilfeschülerin und Fachtutorin, Bereitstellung von Räumen (und Unterrichtsmaterialien – meistens geht es hier v.a. um die Bücher)

Wie funktioniert FAMOS

  • verbindliche schriftliche Anmeldung: bis zu den Herbstferien für einen Zeitraum von zunächst 6 bis 7 Wochen von der ersten Schulwoche nach den Ferien bis zur letzten Schulwoche der darauf folgenden Ferien (also von den Herbstferien bis unmittelbar vor Weihnachten, vgl. beigefügtes Anmeldeformular), individuelle Verlängerung möglich – unabhängig davon ist ab November auch ein individueller Starttermin möglich (aber nicht vor den Herbstferien); nach den Osterferien ist keine Anmeldung mehr möglich! Anmeldebögen im Sekretariat ausliegend!
  • Einteilung der Lerngruppen: in der ersten Schulwoche nach den Herbstferien für alle Schülerinnen, die sich bis dahin angemeldet haben; die Fachtutorinnen gehen direkt auf ihre Nachhilfeschülerinnen zu (Information der Eltern durch ein Formblatt „Rückmeldung für die Eltern“, Rücklauf der unterschriebenen Abschnitte an die Fachtutorinnen); bei individuellen Anmeldungen nach den Herbstferien erfolgt eine Zuteilung der Fachtutorinnen, solange Kapazitäten vorhanden sind (in Latein ist die Nachfrage stets am größten) 
  • Zeit/Dauer, Ort: findet einmal wöchentlich 45 (oder 60) Minuten (meist im Anschluss an den Vormittagsunterricht) in den Studierzeiträumen des Internats oder freien Klassenzimmern statt; die Tutorinnen bemühen sich um eine für beide Seiten passende Terminabsprache
  • Bezahlung: für den entsprechenden Zeitraum bar oder per Überweisung direkt an die Fachtutorinnen (finanzielle Honorierung der Fachtutorinnen würdigt deren Arbeit und schafft Verbindlichkeit auf beiden Seiten)
  • Kosten: geringe Teilnahmegebühr für die unterrichteten Schülerinnen, gestaffelt nach Gruppengröße (von der Zahl der Anmeldungen abhängig);
    Empfehlung: € 8.00 (Einzelunterricht)
                         € 4.00 (2er-Gruppe)
  • Honorar für die Fachtutorinnen: gestaffelt entsprechend der Gruppengröße/Teilnahmegebühr (s.o.)

Vorteile von FAMOS

  • behebt individuelle Lernschwierigkeiten außerhalb des regulären Fachunterrichts und ermöglicht die Nutzung eines niedrigschwelligen Nachhilfe-angebots an der Schule
  • ist vergleichsweise günstig und gewährt flexible Einstiegs- und Ausstiegsmöglichkeiten, die vertragliche Bindung an ein teures Nachhilfeinstitut entfällt 
  • bietet einen festen, verbindlichen Rahmen an der Schule (Anmeldung, Einteilung der Lerngruppen, Zuteilung der Fachtutorinnen, Zeit, Raum, Bezahlung werden organisiert)
  • hat einen engeren Bezug zum Fachunterricht der Schule, die Fachtutorinnen können mit dem entsprechenden Fachlehrer Kontakt aufnehmen und sind auch bei Problemen jederzeit in der Schule ansprechbar
  • die Schülerinnen lernen in gewohnter Umgebung (und gemeinsam mit einer Klassenkameradin – bei 2er-Gruppe)), Nachhilfe verliert ihr teilweise negatives Image und wird als echte Unterstützung empfunden
  • Vorteile für die Fachtutorinnen:
    - bessert das Taschengeld auf und schafft ein Bewusstsein dafür, dass Bildung sich – auch finanziell – lohnt
    - dient der Entfaltung sozialer, pädagogischer und rhetorischer Kompetenzen sowie der Festigung des
      fachlichen Wissens
  • Vorteile für die Schulgemeinschaft:
    - dient der Mitgestaltung der Schule zu einem Ort gemeinsamen Lernens und damit der Förderung der
      Identifikation der Mädchen mit der Schule
    - fördert den Ausbau der Kommunikation der Schülerinnen untereinander und damit die Stärkung der
      Schulgemeinschaft

Wie ist FAMOS entstanden

Schon die erste PISA-Studie hat deutlich gemacht, dass an deutschen Schulen mehr individuelle Förderung sowohl bei Lernschwächen als auch bei besonderen Stärken notwendig ist. Trotz der verschiedenen Förderangebote in den letzten Jahren zeigten die Ergebnisse der Modus21 - Lehrer- und Schülerinnenbefragung durch das Institut für Pädagogik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen, dass es bei den Schülerinnen unserer Schule nach wie vor einen großen Bedarf an Angeboten von Nachhilfe und tutorialen Systemen gibt.

Im Rahmen von Modus21 wollten wir deshalb ein tragfähiges Nachhilfekonzept auf den Weg bringen, das Vorteile nicht nur für die Schülerinnen bietet, die das Angebot in Anspruch nehmen, sondern sich auch positiv auf verschiedenen Ebenen des Schullebens auswirkt.

C. Steidle (Koordinator)