In modernen Firmen wird dieser oben ausgeführte Gestaltungsgedanke heutzutage mit dem Begriff corporate social responsibility (CSR) ausgedrückt. In Schulen wäre dies mit anderen drei Buchstaben vergleichbar, nämlich SMV, doch bei der Schüler-Mit-Verantwortung (SMV) fehlt expressis verbis der Nachhaltigkeitsgedanke. Wie können Schüler*innen das überaus abstrakte und komplexe Leitbild der Nachhaltigkeit verstehen lernen und Kompetenzen zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung erwerben? Was hat Nachhaltigkeit mit Schulqualität zu tun?

Betrachten wir die Schule einmal als einen Mikrokosmos, in dem eine nachhaltige Entwicklung angestrebt wird. Schüler*innen können somit verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit in einem für sie relevanten (erfahrbaren und gestaltbaren!) Lebensumfeld untersuchen, und sie können mit den gewonnenen Erkenntnissen dazu beitragen, die Qualität ihrer Schule zu verbessern. 

Dabei ist uns als Max-Josef-Stift wichtig zu betonen, dass Nachhaltigkeit nicht nur auf die ökologische Dimension beschränkt ist, sondern dass wir unter nachhaltiger Entwicklung auch die sozialen, wirtschaftlichen und lerntechnischen Aspekte verstehen. Die Schulqualität und damit auch die Leistungs- und Unterrichtsqualität kann nur dann sinnvoll und effektiv entwickelt werden, wenn ein nachhaltiger Lernerfolg zum Beispiel durch neue Lernformate (vgl. service learning) angestrebt wird. 

Aus diesem Grund spielt bei uns der Aspekt Nachhaltigkeit bei allen unseren Handlungen eine wichtige Rolle.  

Quelle: www.umweltschulen.de/audit